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Top Tier (4 to 5 stars)

Ork City, by Michael Peinkofer

4 out of 5 stars. Fantasy Noir – Raymond Chandler meets Orcs (German content).

4 stars

It’s a German novel by a German author, so this review is going to be in German, too. But I’ve added an English synopsis to the end for our non-german speaking visitors. Please feel free to scroll down!

Ork City. Okay, das klingt fast ein bisschen flach, aber die Einband-Gestaltung macht schon recht deutlich klar, in welche Richtung der Roman stilistisch zielt: Das ist Hard-boiled Noir mit einem Touch Urban Fantasy, gewissermaßen Raymond Chandler trifft Tolkien, und beide werfen bei ein oder zwei Gläsern Rachenbrand ihre Ideen zusammen. (Raymond Chandler wird auch gleich zu Beginn, noch vor dem Prolog, zitiert.)

Insofern sind die klassischen Elemente des Noir natürlich keine Klischees, sondern genau das – die klassischen Elemente, Michaels Verbeugung und Respektbezeugung gegenüber dem Genre. Natürlich haben wir den finanziell heruntergekommen Privatdetektiv, die mindestens drei Ligen über ihm spielende Femme Fatale als Klientin, und selbstverständlich regnet es an dem Abend, an dem sie ihn anheuert.

Wenn Columbo jetzt noch grün im Gesicht wäre und Hauer hätte …

Allerdings ist der Privatschnüffler ein Viertelork, die Klientin eine Halborkin – und die Stadt (die man als Charakter der Handlung betrachten muss) zeigt Züge von Cyberpunk, aber ohne Cyber. Orkpunk? Vielleicht ist das ein neues Genre. Jedenfalls ist es eine Stadt, die vom organisierten Verbrechen regiert wird, in der ein Leben – egal ob Ork, Gnom, Mensch, Oger oder Zwerg – nicht viel zählt.

Und so geraten wir zusammen mit Corwyn Rash in die Untiefen der Schattenwelt dieser Stadt hinein. Es ist eine sehr klassische Noir-Story, zumindest zu Beginn, der durch die Rassen etwas mehr Farbe verpasst wird.

Je weiter wir voran schreiten in der Geschichte, desto mehr der magischen Elemente des Settings kommen zum Tragen – auch wenn Magie in dieser Welt nicht mehr existiert. Zumindest offiziell nicht.

Auch kein Ork. Aber der Schlapphut passt gut.

Fantasy Noir nennt der Autor dieses Genre, und es funktioniert hervorragend! Ich persönlich hoffe auf ein Wiedersehen mit Corwyn Rash.

4 Sterne, das Ende wirkte leicht überhastet – und ich hätte mir etwas mehr Handlung von Corwyn und etwas weniger Deus ex machina gewünscht.


Summary in English

Imagine dark urban fantasy, a city like Glasgow, but populated with Orcs, Trolls, Dwarves and the likes of them. It’s a busy city, and one where the crime is better organized than the police.

Now enter Corwyn Rash, a quarter orc and private eye for hire, low on money (and spirit, maybe, except for the drinkable king), who thinks his fate might finally take a turn for the good when a rich damsel walks into his office, offering good money for a seemingly easy job.

If you think this sounds like a lot of Film Noir plots – just with the damsel in distress being a half orc – then you’re right. This story is a great example for Noir storytelling, and it uses the relevant tropes, but turns them up a notch or two with its unique world setting and characters. It’s a lot of fun actually!

By Stefan

father of two, not enough time to read everything I want to read

2 replies on “Ork City, by Michael Peinkofer”

Glad you enjoyed this one, Stefan! But… it sounds like a bunch of seals were let loose in this story ….. orc, orc! (Sorry, I coudn’t resist!)

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